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Ein ganz normaler Typ?

In seiner gerade erschienenen Autobiografie "The Way I Am" gewährt Super-Rapper Eminem Einblicke in sein wahres Ich.

Vier Jahre ist es her, dass Eminem sein letztes Album "Encore" veröffentlichte. Danach verschwand er erst Mal von der Bildfläche. Gemeinsam mit seinem Mentor Dr. Dre produzierte er auch das zweite Album seines Super-Rapper-Kollegen 50 Cent. Hin und wieder kam etwas über "M" in den Tabloids: 2005 unterzog der Oscar-Gewinner sich einer Entziehungskur, um seine Schlaftablettensucht zu bekämpfen. 2006 heiratete er seine Frau Kim Scott zum zweiten Mal und ließ sich dann gleich wieder scheiden. Im selben Jahr starb Eminems engster Freund, der Rapper Proof, in einem Kugelhagel vor einem Detroiter Nachtclub.

Seitdem er vor fast zehn Jahren in den Jugendzimmern Amerikas auftauchte, ist "M" nicht nur der erfolgreichste Rapper, sondern auch ein Pop-Phänomen der Sorte Britney Spears und Amy Winehouse geworden: Er, der misshandelte weiße Rappergott und Repräsentant des "white Trash", mit Irrsinns-Talent und dickstem Stinkefinger, der nicht mit dem eigenem Ruhm klarkommt. Auf seinen CDs hatte er sich in drei Charaktere aufgespalten: Marshall Mathers (sein richtiger Name), ein Vater und Publicity-Hasser. Eminem, der Superprofi-MC, der die Bühne erklimmt und coolste Metaphern wie ein Maschinengewehr herausspuckt. Und schließlich Slim Shady, der besoffen backstage herumlungert und jedem aufs Maul haut, der ihn schief anschaut. M&M&M. Das Semi-Biopic "8 Mile" ließ 2002 scheinbar keine Fragen mehr über Eminems harten Hintergrund offen.

Geschrieben von pure-Team am 3.11.2008
Tags: Hip-Hop
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