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Der rote Faden durch die Popmusik

Paul Weller

Wellers zweite Band "The Style Council" (auch die Highlights dieser Epoche finden sich auf "Hitparade" auf einer separaten CD wieder) erforschte zwar für den Sänger neue Musiksphären zwischen Soul, Pop und Jazz, blieb aber alten, kritischen, von der Sozialisation in der englischen Arbeiterklasse geprägten Ansichten treu. Zu "The Style Council" - Zeiten gründete der Modfather auch zusammen mit Billy Bragg die Plattform "Red Wedge", eine der englischen Labour Partei nahestehende Organisation mit dem Zweck, junge Menschen für politische Themen und politische Partizipation zu begeistern.
Parallel zur Etablierung seiner Solokarriere in den 1990er Jahren machte sich der Engländer als entschiedener Gegner des britischen Adelsrituals der Fuchsjagd bemerkbar. Während seiner gesamten Karriere tritt er auch immer wieder auf Friedenskonzerten und Veranstaltungen gegen die Tory-Partei auf. Selbst heutzutage ist mit provokanten Aussagen von ihm, wie z.B. über den Ex-Soldaten James Blunt: "Ich würde lieber meine eigene Scheiße fressen, als mit ihm aufzutreten", zu rechen.

So vielschichtig und vielseitig die Musik von Paul Weller war und ist, eine klare Position wird dabei fast immer bezogen. Weller ist meistens rhetorisch konkret, ohne dabei sinnentleerte Metaphern zu verwenden, oder gar ins Predigen zu verfallen. Er ist einer der wenigen Musiker, die in der Lage sind, politische Vorgänge zu kritisieren, ohne dabei explizit politisch zu werden.

Geschrieben von Jens Kupillas am 9.11.2006
Tags: BritPop
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