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This Is Status Quo!

Vier Jahrzehnte Rock 'n' Roll als Zwischenbilanz

Folgerichtig beschränken sich Status Quo im britischen Fernsehen auf das leidenschaftliche Musizieren und verzichten bewusst auf bedeutungsschwangere Ansagen oder überflüssiges Rockstar-Gepose. Für die Engländer begann 1970 die eigentliche musikalische Karriere. Alle Mitglieder waren Ende der 1940er Jahre geboren und damit noch etwas zu jung für die erfolgreiche Teilnahme an der Kulturrevolution der 1960er Jahre. In der folgenden Dekade eroberten sie die Bretter, die die Welt bedeuten.

Das Jahr 1986: Status Quo befinden sich nach internen Streitigkeiten (Bassist und Gründungsmitglied Alan Lancaster verließ 1985 die Gruppe) und diversen Soloaktivitäten einzelner Bandmitglieder wieder auf Kurs und erneut auf Welttournee. Die neue Single "In The Army Now" und das gleichnamige Album feierten in einer veränderten musikalischen Landschaft einen der bis dahin größten Banderfolge. Mit der musikalischen Revolution im Zuge von Punk und New Wave war auf deren Höhepunkt Anfang der 1980er Jahre erneut eine popkulturelle Bewegung durch Kommerz und mangelnde Massenkompatibilität implodiert. Rotzige Klänge wichen elektronischen Sounds und klaren, überdimensionierten Arrangements. Dass Status Quo nicht die Bodenhaftung verloren, zeigen Ihre Auftritte und Interviews im Rahmen der "Top Of The Pops" Sendereihe. Gekonnt meistern die erfahrenden Musiker dort die neuen Anforderungen und bleiben dennoch ihrem ureigenen Stil treu. Das von bombastisch produzierten Tonträgern geprägte Musikjahrzehnt hatte vielen etablierten Musikern erheblich zu schaffen gemacht. Status Quo gingen jedoch gestärkt aus dieser allgemeinen musikalischen Krise hervor. Für den konstanten Rocksound der Band entwickelte sich die Tour 1986/87 zu einem Triumphzug.

Das Jahr 2002: Status Quo veröffentlichen das Album "Heavy Traffic" und gehen auf eine ausgedehnte Tour rund um den Globus. Die Perlen dieser Live-Auftritte sind auf der neuen DVD zu begutachten.

Nach dem musikalischen Ende von Grunge und Brit-Pop hatte die neue Garagenrockwelle - vertreten durch Bands wie The Strokes oder The Libertines - wenige Jahre zuvor ihre Beliebtheit bei Publikum und Medienvertretern erlangt. Die englische Presse ließ sich immer wieder zu euphorischen Lobeshymnen auf junge, neue Bands hinreißen. Status Quo besannen sich jedoch mit ihrem neuen Album erneut auf traditionelle Musikwerte, welche schon immer die klassische Stärke der Band ausmachten. Noch heute spielen Status Quo über 100 Konzerte pro Jahr und gehören damit zu einer der am härtesten "arbeitenden" Gruppen im Musikgeschäft. Die Zeit, sagt man, soll alle Wunden heilen, und Status Quo legen bewusst nicht ihre Finger auf akustische Verletzungen. Ihr Sound sprudelt wie ein Jungbrunnen in die Ohren ihrer Zuhörer und nimmt sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich.

Geschrieben von Jens Kupillas am 21.9.2006
Tags: Rock, Pop-Rock
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