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The Cure

Sie haben sich allen Trends widersetzt, zwei oder mehr Generationen schwarz verhüllter, die Finsternis verehrender Fans ausgebrütet, 13 Studioalben aufgenommen, 27 Millionen Platten verkauft und in ihrer 33jährigen Karriere 12 Bandmitglieder verschlissen. The Cure sind fest in der DNA des Alternative Rocks verankert. Neben Sonic Youth, Joy Division und The Smiths gehören sie zu den Architekten von Indie. Mit Blick auf die Charts kann man sie auch noch als beste Popband Englands bezeichnen. Ohne sie wären Marylin Manson und The Smashing Pumpkins, My Chemical Romance, Mogwai und Muse undenkbar. Kein Wunder, dass sie der "New Musical Express" 2009 zu "gottgleichen Genies" erklärte (wie in derselben Rubrik davor U2 und The Clash). Ob er sich selbst gottgleich fühle, fragte sich Robert Smith, Leadsänger der Cure, zerzauselter Posterboy aller Grufties und letztes Bandmitglied der Originalbesetzung, im Interview mit dem Magazin. "Eher selten. Früher öfter als heute.

Ich glaube, mein Job brachte manchmal Gefühle der Omnipotenz. Dann noch die ganzen Drogen. Schlecht wird es, wenn du am nächsten Morgen aufwachst und immer noch daran glaubst." Heute könnte Smith einfach einen Klon zum Interview schicken - die Haare, der verschmierte Lippenstift, die schwarzen Klamotten: das Image verbindet man sofort mit ihm. Er hat sich nie viel um Publicity gekümmert, ohne das Outfit würde ihn auf der Straße kaum jemand erkennen. Die Annalen der Pop-Presse beschreiben ihn als schmerzhaft schüchtern, meckernd und mürrisch, mit einem Hang zu explosiven Wutausbrüchen, egozentrischem, megalomanischem Verhalten. Genie und Wahnsinn liegen nun mal dicht beieinander, auch bei Smith und seiner Band The Cure. Sie waren cool genug, ein Musikgenre zu erfinden - Goth-Rock - und es dann zu verachten. Die Ablehnung aller Heldenverehrung, die den Zeitgeist von Punk ausmachte, sie galt ganz besonders bei The Cure. "Damals machte jeder seine eigene Musik und Mode, jeder hatte eigene Ideen. Dann schloss sich der Kreis, und neue Bands klangen wie The Clash", resümierte Smith bereits 1980 im Interview mit "Trouser Press". Es wäre ja nichts falsch daran, eine pathetische Pose einzunehmen, nur sei das alles andere als neu." "Als ich bei Siouxsie And The Banshees anfing {erstmals 1979, dann noch einmal 1982-84}, war klar, ich trete hier in eine Goth-Band ein", erinnert sich Smith. Jedoch, auf der Bühne und auch sonst, lief er dann im blaugestreiften Pyjama herum. "Ich wollte klarstellen, dass ich nicht zu dieser Welt gehöre."

Geschrieben von pure-Team am 10.6.2010
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