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James Hunter

"People Gonna Talk" hatte er 2006 sein letztes Album betitelt - und sich damit glatt als Prophet in eigener Sache erwiesen. Denn geredet, geschrieben und geschwärmt wurde reichlich über das sogar Grammy-nominierte US-Debüt des Briten. So pries die Los Angeles Times seine "außergewöhnliche Soul-Stimme", und am Ende des Jahres fand sich "People Gonna Talk" in der Top Ten des Mojo-Magazin, von USA Today-Kritiker Ken Barnes und der Hörerschaft der Radiostation WFUV in New York wieder. Doch damit noch nicht genug. Auch eine echte Musiklegende war schwer begeistert, zumal nach einem Hunter-Auftritt im New Yorker Joe's Pub. New Orleans-Größe Allen Toussaint - zuletzt auf  "The River In Reverse" an der Seite von Elvis Costello zu finden - setzte sich prompt in einen Flieger nach England, um das neue Hunter-Album "The Hard Way" als Studiogast zu veredeln. Unverkennbar sein Akustik-Piano und seine Stimme im Titelsong, und "Believe Me Baby" wartet mit einem brillanten Solo auf den Spuren von Professor Longhair auf.

"Dies ist Musik, die dir vertraut vorkommt, aber dabei sehr frisch klingt", erklärt Toussaint, der Hunter in Nashville kennengelernt hatte, am Rande der Americana Music Awards, für die der Brite ebenfalls nominiert war. "The Hard Way" wurde allerdings in Hackney im Londoner Osten eingespielt. Produzent Liam Watson, spätestens seit seiner Arbeit am White Stripes-Smash "Elephant" der Analog-Mann schlechthin, fröhnte dort in seinen Toe Rag Studios seiner bewährten Maxime, möglichst komplette Takes der Stücke aufzunehmen - eine Methode, die freilich nur mit einem so selbstsicheren Frontmann wie James Hunter wirklich aufgeht.  "Wir haben den Gesang live mit der Band aufgenommen", erklärt Watson, "und für James funktioniert das einfach. Über diese Musik sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen oder sie wie ein rohes Ei behandeln - hier sind Leute gefragt, die ein bisschen was riskieren."

"Dies ist kein First Takes-Album", ergänzt James Hunter, "wir haben die Songs schon oft gespielt, aber halt immer komplett am Stück. Wenn du weißt, du kannst später hier und da was reparieren, kann dich das selbstzufrieden machen. So war der Druck, alles live aufzunehmen, eher aufregend als entmutigend." Allen Toussaint, selbst in seinen Sea Saint Studios in New Orleans Zeuge so manch geschichtsträchtiger Session, hält die alte Watson-Schule schlicht für "superb. Nostalgisch vielleicht, aber doch nicht wirklich, weil alles so lebendig und weit offen ist. Wenn alle zusammen aufnehmen, dann spielen sie wirklich den Song - und nicht einen Track, der nur die Basis für alles andere ist."

Geschrieben von pure-Team am 3.9.2008
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