Alan Parsons
Vom Teebutler der Beatles in den Abbey Road-Studios zum Tonmeister des Pink Floyd-Mega-Albums "Dark Side Of The Moon" - so fing die Karriere von Alan Parsons an. Heute gilt der Angelsachse aber als der Architekt des "Art-Rock". Mit gewagten Konzepten und deren technisch brillanter Umsetzung überwand Parsons mit dem Songwriter Eric Woolfson ab Mitte der 70er Jahre die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz. Funktional klingt ihr "Bandname": The Alan Parsons Project. Eine Band mit festen Mitgliedern wollte Parsons eben auch nie gründen.
Einige (nicht alle!) Platten des Alan Parsons Project gehören unbedingt in die Sammlung (nicht nur) jedes Prog-Rock-Fans. Es sind Konzeptalben über solche Giganten des Abendlandes wie Edgar Allen Poe und Isaac Asimov (Schriftsteller), Sigmund Freud (Psychoanalytiker) und Antonio Gaudi (Architekt). Das liest sich suspekt. Doch Parsons Umsetzung seiner anspruchsvollen Konzepte ging auf den Alben "Tales Of Mystery And Imagination" (1976), "I Robot" (1977), oder "Gaudi" (1987) vortrefflich auf. Inhaltlich gab er dort seinem Hang zum Fantastischen nach. Mit seinem langjährigen Studiogefährten thematisierte Parsons die Abgründe der menschlichen Seele, die Vereinsamung in einer technisierten Welt. Musikalisch und textlich erzeugten die Engländer einzigartige Stimmungen von Kosmos und Aufbruch, von Reise und Verlorenheit. Stilistisch spannte das Alan Parsons Project dabei einen extrem großen Bogen. Fans der Beatles und von Pink Floyd oder Marianne Faithfull, von 10cc oder Cockney Rebel - sie alle fanden sich beim Alan Parsons Project wieder.
